24. Juli 2026
Der Ball rollt wieder. Zwei Regionalligen starten. Anfang August ist die vierte Liga dann komplett im Modus und auch die Zweit- und Drittligisten wieder auf Punktejagd. Es folgt der Pokal und das Oberhaus.
Was alle Vereine unabhängig der aktuellen Ligenzugehörigkeit verbindet? Die Verbände, welche die Regeln vorgeben! So weit, so logisch. Aber längst nicht mehr gut…
Der jüngste Skandal um die lang ersehnte Aufstiegsreform beweist beispielhaft, dass die Fußballverbände längst vergessen haben, welche Interessen sie vertreten. Es geht ganz offensichtlich nicht mehr um den Willen der Vereine, ihrer Sportler und Mitglieder, sondern um Besitz- und Machtansprüche.
Vor knapp einem Monat stimmten Klubs von der 3. Liga bis zur Oberliga über eine überfällige Reform der Regionalligen ab. Auf dem Tisch lag das Ergebnis einer vom DFB eingesetzten Arbeitsgruppe: zwei mögliche Modelle. Wenige Tage vor der Abstimmung offenbarte eine undichte Stelle, dass die fünf Regionalverbände (u.a. der NOFV) heimlich, still und beschämend zentrale Elemente an den Modellen und am Abstimmungsverfahren änderten – ohne transparente Kommunikation zu keinem Zeitpunkt. Kurzform: 18 statt 20 Teams in den neu geschaffenen Ligen und eine Abkehr von der bundesweiten Mehrheitsfindung hin zum Vetorecht für einzelne Regionen. Die Vereine und Fankurven liefen kurzfristig Sturm, jedoch gelang der bodenlose Schachzug der Regionalfürsten: die argumentative und auf einem fair ausgehandelten Kompassmodell fokussierte Geschlossenheit der Vereine wurde durch aufkommende Ängste geschwächt.
Viel zu lange litten die Regionalligisten unter dem Opportunismus der Verbandsfunktionäre, ließen sich gegeneinander ausspielen und letztlich betrügen. Der Reformwille ist geheuchelt, der letzte Funke Vertrauen meilenweit ins Abseits gestellt. Der deutsche Fußball braucht strukturelle und personelle Veränderungen. Die Chancen stehen gut, denn der Zusammenhalt der Vereine und Fans wird immer stärker und der Druck auf die Verantwortlichen wächst.
Liebe Fans, wir haben spätestens jetzt einen Punkt erreicht, an welchem Köpfe rollen müssen. Die Regionalverbände haben ihre Maske abgelegt und der korrupte DFB scheint den Gebären seiner Vizepräsidenten nichts Ehrliches entgegen zu setzen. Der Start der neuen Saison wird ungemütlich. Es geht um mehr als einen sportlich erfolgreichen Start in die Spielzeit – es geht um Fairness, Authentizität und konsequente personelle und ideelle Veränderungen im Fußball. Der Protest der Vereine und ihrer Anhänger wird in die Stadien getragen und die Solidarität zunächst nur mittelbar betroffener Clubs ist dabei spürbar.
Wir bitten in diesem Zusammenhang um euer Verständnis und eure Solidarität für die anstehenden Protestaktionen und freuen uns über jede Unterstützung. Wir versprechen Angemessenheit, aber definitiv spürbare Aktionen und freuen uns in den kommenden Wochen über Unterstützung aus allen Stadionbereichen.
FÜR EINEN BESSEREN FUSSBALL!
ULTRAS LOK LEIPZIG
SAALEFRONT ULTRAS – HFC Chemie
FANSZENE BFC DYNAMO
SÜDKURVE CHEMNITZ
ULTRAS SV BABELSBERG 03
BADKURVE PLAUEN
FANSZENE HERTHA BSC
ULTIMA RAKA 2002 & ULTRAS ENERGIE & CBR02 – Energie Cottbus
Fankurve E5 Zwickau
STEIGERWALDKURVE ERFURT
Fanszene des F.C. Hansa Rostock
BLOCK U – 1. FC MAGDEBURG
Wuhlesyndikat 2002 – 1. FC Union Berlin
SÜDKURVE JENA
Fanszene der SG Dynamo Dresden
Westkurve 1860 München
Nordkurve Nürnberg
Südkurve München
Gegengerade Bayreuth
Fanszene Schweinfurt
Südtribüne Unterhaching
Südtribüne Ingolstadt
Nordtribüne Fürth
Fanszene Würzburger Kickers
Stehplatz Mitte – SC Fortuna Köln
Curva Clock – FC Gütersloh
Fanszene Siegen – Sportfreunde Siegen
Fiffi Gerritzen Kurve – SC Preußen Münster
Fanszene Lippstadt – SV Lippstadt
Fanszene Paderborn
Kohorte / Proud Generation – MSV Duisburg
Syndikat Ultras Wattenscheid
Willi Pott Tribüne – Rot Weiss Ahlen
Block A – Bonn
Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895
Violet Crew Osnabrück
Ultra Szene Wolfsburg
Block 5 Emden
Fanszene Göttingen
Compagno Ultras / New Connection Ultras / Block 501 e.V. – Holstein Kiel
Gegengerade Bremer SV
Succade Ultra Oldenburg / Blue Flames Ultras – VfB Oldenburg
Nordtribüne Hamburg
Szene Meppen
Virage Est Saarbrücken
Südtribüne Darmstadt
Fanatico Boys + Unitas Aquileiae – Heidenheim
28. Juni 2026
Jahrelang wurde von Transparenz, Dialog und einer gemeinsamen Reform der Regionalligen gesprochen. Vereine investierten Zeit, Energie und Vertrauen in einen eigens initiierten Prozess, der endlich zu einer fairen und tragfähigen Lösung führen sollte. In dieser Form in seiner Ausgestaltung und Professionalität beispiellos im europäischen Fußball.
Nun – kurz vor der finalen Abstimmung der Vereine – zeigt sich, was die Verlautbarungen der Regionalverbände tatsächlich wert sind. Sie gipfeln in einer Situation, die uns als Fans der betroffenen, aber auch der aktuell und perspektivisch nicht betroffenen Vereine noch wütender macht. Nicht nur kritischen Fans wird jetzt endgültig klar, dass die Verbände *nicht* im Sinne ihrer Mitgliedsvereine agieren, sondern ganz eigene Ziele verfolgen. Was FIFA und Co. auf der großen Bühne vormachen, spielen die Regionalverbände nach.
Der erste Kritikpunkt:
Aus dem gemeinsam erarbeiteten Kompassmodell mit vier 20er-Staffeln sollen plötzlich 18er-Staffeln werden. Dabei waren die zusätzlichen Heimspiele einer der größten sportlichen und wirtschaftlichen Vorteile des Modells. Wer diesen zentralen Baustein wenige Tage vor der Abstimmung streicht, entwertet nicht nur monatelange Arbeit – sondern nimmt den Vereinen einen entscheidenden Mehrwert, den sie längst in ihre Überlegungen einbezogen hatten.
Der zweite Kritikpunkt:
Eine bundesweite Mehrheit der Vereine – basierend auf monatelangem Austausch und Bewerten von Argumenten – soll nun nicht mehr ausreichen. Stattdessen soll jede der fünf Regionen eine eigene interne Mehrheit erreichen, um Zustimmung geben zu können. Aus einem demokratischen Mehrheitsprinzip einer bundesweiten Thematik wird damit faktisch ein Vetorecht einzelner Verbände. Wer Mehrheiten aushebelt, stärkt keine Demokratie – sondern zementiert bestehende, ungerechtfertigte und ebenso reformbedürftige Machtverhältnisse.
Noch schwerer wiegt jedoch die Art und Weise. Ausgerechnet in dem Moment, in dem sich Vereine bundesweit zusammengeschlossen, vernetzt und erstmals mit einer gemeinsamen Stimme für eine Reform eingesetzt haben, werden kurz vor der Abstimmung die Spielregeln verändert. Das wirkt nicht wie der Versuch, einen besseren Kompromiss zu finden. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass genau diese Geschlossenheit unterlaufen werden soll. Wer monatelang Beteiligung einfordert, um anschließend im entscheidenden Moment hinter den Kulissen die Grundlagen zu verändern, verspielt jedes Vertrauen in einen fairen Prozess.
Der Widerstand ist die logische Konsequenz. Nicht nur von den unmittelbar betroffenen Fans, sondern von allen, denen an einem glaubwürdigen und basisorientierten Fußball gelegen ist. Wer heute schweigt und diesen miesen Schachzug akzeptiert, der billigt gleichzeitig, dass Verbände ihre eigenen Machtinteressen über die Interessen der Vereine stellen. Diese Form der Verbandsarbeit hat den Fußball lange genug ausgebremst. Es ist Zeit, ihr entschlossen entgegenzutreten und deutlich zu machen: Reformen müssen von den Vereinen getragen werden – nicht gegen sie.
Wir rufen die Vereinsvertreter dazu auf, mit Geschlossenheit und breiter Brust aufzutreten und die anstehende Abstimmung unter diesen Umständen nicht durchzuführen.
Die Verbände dürfen sich sicher sein, dass es keinen Weg mehr an einer grundhaften Veränderung ihrer Ausrichtung und Politik vorbei gibt. Wir werden nicht locker lassen – ihr habt es nicht anders verdient.
Fanszenen Deutschlands im Juni 2026
18. Juni 2026
20. Mai 2026
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BTSV Eintracht 1:1 Hertha BSC (30.Spieltag 25/26)
Zuschauer: 61.230 (ca. 5.700 Eintracht Fans)
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12. Mai 2026
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VfL Bochum 4:1 BTSV Eintracht (29.Spieltag 25/26)
Zuschauer: 22.480 (ca. 2.500 Gäste)
27 Fotos
6. Mai 2026
Seid gegrüßt Löwen,
das kommende Heimspiel gegen Dynamo Dresden möchten wir nutzen, um eine große Choreo-Spendensammlung im EINTRACHT-STADION durchzuführen.
Ablauf:
• In der Südkurve, der Gegengerade und in Block 15 (+ ggf. 16) stehen wir mit Spendendosen an den Blockaufgängen
• An der Haupttribüne findet ihr uns bereits an der Treppe vor dem Plateau
• Zusätzlich werden große Spendenboxen aufgestellt, die hinter Block 7 und auf dem Vorplatz der Haupttribüne darauf warten, großzügig befüllt zu werden
Jede Spende…
• fließt zu 100 % in die Choreokasse und wird ausschließlich dafür verwendet!
• ist ein Zeichen, die eure Leidenschaft sichtbar macht!
• hilft, neue gemeinsame emotionale Momente zu schaffen!
• stärkt das Gemeinschaftsgefühl, da große Aktionen nur gemeinsam umgesetzt werden können!
Wir möchten uns bereits an dieser Stelle bei allen Eintracht-Fans bedanken, die durch ihre Spendenbereitschaft große Choreografien im EINTRACHT-STADION möglich machen.
Wer uns eine persönliche Spende überweisen möchte, nutzt die bekannte Bankverbindung oder Paypal.
Paypal:

Überweisung:
Eintracht ist alles e.V.
IBAN: DE55 2505 0000 0200 5249 73
BIC: NOLADE2HXXX
Verwendungszweck (wichtig): Choreospende (Bitte beachtet, dass die Spende steuerlich nicht absetzbar ist)
Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895
5. Mai 2026
4. Mai 2026
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BTSV Eintracht 1:1 1.FC Nürnberg (28.Spieltag 25/26)
Zuschauer: 15.034 (ca. 1.500 Eintracht Fans)
26 Fotos
1. Mai 2026
Etwas mehr als einen Monat ist es noch hin, bis die nächste Innenministerkonferenz in Hamburg tagt – und wir müssen noch immer davon berichten, dass die nach der letzten IMK versprochene Transparenz Fehlanzeige bleibt.
Was genau auf der Agenda stehen wird, ist entsprechend nicht klar – die Erfahrungen der letzten IMK, die Drohungen der Politik gegenüber Vereinen und Verbänden, unterwürfige Verbände sowie die besorgniserregende Zunahme von Polizeigewalt und rechtswidrigen Maßnahmen gegen Fußballfans lassen uns allerdings wenig hoffnungsfroh sein.
Während manche Innenminister und die Polizei daran zu arbeiten scheinen, Fanszenen zu spalten und eine Unterscheidung von „guten“ und „schlechten“ Fans zu konstruieren, möchten wir also diese heiße Phase der Saison nutzen, um erneut deutlich zu machen: Wir lassen uns nicht spalten!
Seit dem letzten Jahr drücken gewisse Politiker den Vereinen und Verbänden die Pistole auf die Brust und drohen mit harten Mitteln, sollten sie ihren Forderungen nicht nachkommen. Dabei ist unter anderem die Rede von Lizenzentzügen, von Übertragung der Polizeikosten auf die Vereine sowie von personalisierten Tickets. Maßnahmen also, die die Vereine in die Knie zwingen und finanziell bedrohen können. Stellt euch vor, eurem Lieblingsverein wird die Lizenz für den Spielort des Stadions entzogen – oder zumindest für den Gästeblock! Wie sehr das Fehlen von Gästefans das Stadionerlebnis beeinträchtigen kann, ist bereits in vielen Ländern zu beobachten. Zustände, die wir uns nicht herbeiwünschen – gerade, wenn wir selbst als Auswärtsfahrer betroffen wären.
An dieser Stelle müssen auch die Verbände explizit angesprochen werden: DFB und DFL sonnen sich in schönen Bildern und vollen Stadien, die die Fanszenen ihnen Jahr für Jahr von Bundesliga bis in die unteren Ligen servieren. Dass für die Fans, für das besondere Stadionerlebnis in Deutschland und gegen willkürliche Maßnahmen ihre starke Stimmen erhoben werden, ist von den Verbänden erwartungsgemäß nicht zu vernehmen. Stattdessen wird eifrig den populistischen Forderungen gefolgt und an einer völlig undurchsichtigen zentralen SV-Kommission gearbeitet.
Die DFL sowie der DFB scheinen sich von diesen Drohgebärden einschüchtern zu lassen und vor dem Populismus der Politik einzuknicken. Sie scheinen bereit, unnötig repressive Maßnahmen wie die Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien durchzuwinken, um „schlimmere Übel“ abzuwenden. Die Verschärfungen eben dieser Richtlinien gehen also auch klar auf das Konto der Verbände, die weder ihren Vereinen Rückhalt bieten noch den wirtschaftlichen Faktor von aktiver sowie lebendiger Fankultur berücksichtigen zu wollen. Und das alles wegen einer hochstilisierten Gefahrenlage in deutschen Fußballstadien.
Es erschließt sich uns zudem auch sechs Monate nach der letzten IMK nicht, weshalb diejenigen Politiker, die sich mit der inneren Sicherheit Deutschlands beschäftigen sollen, überhaupt über den Fußball sprechen. Die herbeifantasierten Schreckgespenster gefährlicher Stadien wurden doch bereits im Vorfeld der letzten IMK entzaubert! Weshalb also wollen gewisse Innenminister das bunte und lebendige Stadionerlebnis durch repressive, rechtlich fragwürdige Maßnahmen aufs Spiel setzen?
Weshalb wollen sie das Risiko in Kauf nehmen, Vereine finanziell zu ruinieren und Fankultur zu beerdigen?
Die realitätsfremden Wahrnehmungen von Politikern, die selten bis nie einen Fuß in unsere Stadien gesetzt haben, können nicht unwidersprochen bleiben. Wir Fans wissen, wie die Realität aussieht: der Fußball ist nach wie vor sicher und gleichzeitig braucht das Stadionerlebnis die lebendige Fankultur!
Die Zahlen der tatsächlich gefährlichen Vorfälle in Stadien sind so verschwindend gering, dass sie dieses Maßnahmenpaket niemals rechtfertigen können.
Lasst uns ihnen gemeinsam zeigen, was wir davon halten – wir lassen uns nicht spalten!
Fanszenen Deutschlands – Mai 2026
28. April 2026
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Hannoverrecke 1:0 BTSV Eintracht (27.Spieltag 25/26)
Zuschauer: 44.353 (ca. 900 Eintracht Fans)
17 Fotos